| Da die "Erste Hilfe" nach dem Tsunami ein voller Erfolg war, setzte ich mir in den Kopf, unbedingt weiter zu helfen. Im Januar 2005 hatte ich die Familie Nandana aus Kosgoda kennen gelernt. Wasantha Jayasinghe fragte im Dorf rum, wer denn die ärmste Familie vor Ort sei - irgendwie gab es immer die gleiche Antwort: Die Familie Nandana. Wir machten uns auf die Suche nach dieser Familie und wurden in einem Tempel fündig - allerdings nur die Oma und ein Enkelkind. |
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Die Oma zeigte uns sogleich, was von ihrem Haus an der Lagune von Kosgoda übrig blieb und sagte uns, sie würden ein kleines Grundstück im ca. 2 km landeinwärts besitzen, auf dem sie ein Haus bauen könnten. Das war eigentlich der entscheidende Satz, denn wir wollten nicht in die bürokratischen Mühlen Sri Lankas (Grundbuchamt etc.) geraten.
Eigentlich war ich von der 1. Tsunami-Hilfe sehr mitgenommen. Meiner Firmpatin zeigte ich im März die Fotos und auch dieses, von der Oma Nandana und dass ich ihr versprochen habe, zu helfen. Der Satz meiner Patin: Wenn Du es versprochen hast, musst Du es auch tun, ließ mich aufraffen und Spenden sammeln. |
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Es war einfach erstaunlich! Wasantha war am Montag vor unserer Spendenaktion bei den Nandanas - sie lebten bei einer befreundeten Familie (und nicht mehr im Tempel). Eine Woche später - als wir ankamen - stand der Rohbau. Von der Regierung erhielten sie 200.000 Rupies (ca. EURO 1.500,00) und errichteten innerhalb nicht ganz einer Woche den Rohbau. Es fehlte jedoch Küche und Toilettenhäuschen. Wir sagten Pial Nandana, dass wir in Österreich Geld gesammelt hatten und fragten, was am besten wäre. Er sagt uns: Ziegel, Sand, Zement, Bauholz und Dachziegel - eben für den Küchenzubau und Toilettenhäuschen. |
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Kurze Zeit später stand schon der Anbau für die Küche an der Rückseite. Da die Ziegel und das sonstige Baumaterial nicht soviel gekostet hatten, beschlossen wir, Fenster zu kaufen, da die Regenzeit nun bald beginnen würde und es dann sehr ungemütlich in einem Haus ohne Fenster und Türen werden würde. In einer Nachtaktion maßen wir die Fenster aus (oh Wunder - sie passten!) und gaben diese bei einem Tischler in Auftrag. In nur einer Woche wollte er die Fenster fertig gestellt und geliefert haben - zum buddhistischen Neujahr eben. |
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