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Genau in der geographischen Mitte von Sri Lanka - an der Straße zwischen Kandy und Dambulla - befindet sich im Ort Nalanda die Tempelanlage von "Nalanda Gedige".
1972 wurde der Fluss Mahawelli gestaut und der Tempel drohte überflutet zu werden. Beherzte Politiker verhinderten dies und ließen Stein für Stein nummerieren, abtragen und zwischenlagern. Am ursprünglichen Platz wurde das ein 27 Fuß hohes Plateau errichtet und darauf der Tempel in den Jahren 1980 bis 1985 wieder aufgebaut, sogar ein Bo-Baum (Ableger von Anuradhapura) wurde 1985 gepflanzt.
Das Wort "Gedige" bedeutet "nur aus Stein", ursprünglich wurden nur behauene Steine verwendet, kein Mörtel, kein Lehm, kein Holz. Der Nachbau ist leider nicht mehr so gelungen, hier sieht man aus dem Ritzen Mörtel hervor blitzen.
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Eine wunderschöne Allee führt zur Tempelanlage von Nalanda Gedige. |
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König Managara ließ die Tempelanlage vor ca. 2000 Jahren nach indischem Vorbild erbauen.
Gewidmet ist er dem Mahayana und dem Theravada Buddhismus, aber auch viele hinduistische Elemente sind zu finden. |
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Selbstverständlich darf auch eine Pagode, eine Dagoba nicht fehlen. |
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Wie angeführt, gibt es auch hinduistische Elemente in der Tempelanlage. Hier ist z. B. am linken Foto die Göttin Lakshmi zu sehen, die für Geld und Besitz zuständig ist.
Auf dem rechten Foto sieht man eine Darstellung aus dem Karmasutra, ein weiblicher Löwe, eine Frau und ein Mann - sehr, sehr ungewöhnlich auf Sri Lanka. |
Wir konnten ein langes Gespräch mit dem Wächter der Tempelanlage führen. Er erzählte uns so manche Geschichte - z. B.:
Ein Mann hatte einen nummerierten Stein gestohlen und zu sich nach Hause genommen. Daraufhin litt er unter Schlaflosigkeit und hatte Erscheinungen - ein Geist kam zu ihm und ersuchte ihm, den Stein doch zurückzubringen, da sonst der Tempel nicht mehr aufgebaut werden könnte. Als er schließlich den Stein zurückbrachte, konnte er endlich wieder schlafen.
Eine weitere Geschichte, ist seinem Kollegen widerfahren: Der Kollege war Nachtwächter in der Tempelanlage und schlief auch immer direkt im Tempel. Eines Nachts kam ein Geist zu ihm und ersuchte ihm, ein Brot zu bringen. Da er nicht an Geister glaubte, brachte er kein Brot mit - er wurde krank, hatte monatelang hohes Fieber und starb schließlich daran. |
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