Sri Lanka Blog # 260
Mondstein – der Edelstein der Frau

Fast jeder blaue Mondstein, der irgendwo auf der Welt verkauft wird, kommt aus einem kleinen Dorf an der Südwestküste Sri Lankas. Hier in Meetiyagoda, in der Nähe der Stadt Hikkaduwa, wird seit 1906 dieser Halbedelstein abgebaut.

Die alten Griechen „tauften“ den Mondstein, für sie war er die manifestierte Form des Mondlichts. Als Mitglied der Feldspat-Familie hat der Mondstein aus Sri Lanka eine starke blaue Adulareszenz (blaues Schimmern).

Im Gegensatz zu Rubinen und Saphiren kommt der Mondstein in tieferliegenden Granitschichten vor. Von den Bergleuten müssen demnach tiefe Schächte erstellt werden. Einen senkrechten Schacht (etwa 10 – 20 Meter tief) wird errichtet, ein weiterer für das Pumpwerk (Grundwasser) nebenan gebaut; davon gehen horizontale Stollen ab, die mit Kokosnussholz stabilisiert und mit Blättern und Zweigen abgedichtet werden.

Für die Bergleute Schwerstarbeit: In engen Stollen, im Grundwasser stehend und bei Temperaturen um die 35 Grad wird das Material abgekratzt und in Körben mittels eines einfachen Rollensystem zur Oberfläche gebracht. Das Rohmaterial wird gleich neben der Mine in einem kleinen Tümpel gewaschen und Sand und Schlamm ausgespült. In der Nähe der Mine befindet sich die Schleiferei, in der der Mondstein im Cabochon-Schliff seinen tollen Schimmer vertieft.

Mondstein wird gerne in Silber und Weißgold gefasst und mit dunkleren Steinen – zB Amethyst – aufgewertet.

 


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