Singhalesen ist fast ausschließlich Buddhisten, denen es untersagt ist, Tiere zu töten. Trotzdem bin ich immer wieder verwundert, erstaunt und auch teilweise empört, wie sie ihre (Haus)Tiere behandeln.
Ich erinnere mich noch genau an eine Szene aus dem Film „Sieben Jahre in Tibet“, in der die buddhistischen Mönche beim Bau einer Landebahn jeden Regenwurm ausgruben und an einer anderem Stelle wieder frei ließen.
Können Sie sich einen Singhalesen vorstellen, der so etwas tun würde?
Es ist schon richtig, dass Singhalesen keine Schlachthöfe betreiben – dies ist Sache der muslimischen Bevölkerung. Aber der Umgang mit Tieren erschreckt mich immer wieder.
Ich bin ein Mädchen vom Lande, aufgewachsen auf einem Bauernhof im Salzkammergut. Von klein auf bin ich mit Tieren vertraut, ein Leben sie könnte ich mir nicht vorstellen. Als ich noch ein kleines Kind war, schrieb mir eine Tante ins Poesiebuch: „Christine, Menschen die Tiere nicht lieben, meide, denn sie passen nicht zu dir.“
Was mich genau erschreckt, kann ich fast nicht beschreiben – so tief berühren mich diese Geschichten.
Einmal stand ein Hund im, für ihm knietiefen, Meer und wartete auf sein Herrchen. Dieses Herrchen hatte sich aber entschlossen, den Hund auszusetzen – und so warte dieser Hund einen heißen Tag lang, eine regnerische Nacht lang, …
Oder Kühe, die vom Bauern am Morgen mit einem Strick an einen Baum festgebunden werden. Die Kuh dreht den ganzen Tag über grasend ihre Runden um den Baum und abends ist sie dann halb stranguliert, weil der Strick sich zu oft um den Baum gewunden hat.
Sie kennen bestimmt auch die kleinen Aquarien in Restaurants oder im Wohnzimmer heimischen Familien. In einem Gästehaus gab es auch so ein kleines Aquarium mit einem kleinen, weißen Fisch darin. Als nun dieses gereinigt werden mußte, kippte man das verschmutzte Wasser samt Fisch weg. Unmenschlich!
Oder Schildkrötenfarmen, die sich an der Südwestküste den Touristen präsentieren. Haben Sie schon mal genau hingesehen, wie diese Meeresschildkröten gehalten werden? Ein kleines betoniertes Becken ohne Unterschlupf. Und dann noch die Touris dazu, die ihre sonnencremebeschichteten Hände ins Wasser stecken und die Tiere streicheln. Solche Schildkrötenfarmen sind eigentlich nur eine Touristen-Abzocke, mit Tierschutz hat dies nichts zu tun.
Weshalb Singhalesen Katzen halten, weiß ich bis heute nicht. Sie werden meist nur unzureichend gefüttert und oft mit Füßen getreten.
Das sind alles nur Extrembeispiele – einem so tierlieben Menschen wie mich schockiert dies halt immer wieder. |