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Sri Lanka kennt keine Jahreszeiten, hier gibt es Regenzeit und Trockenzeit. Seit der Jahr-tausendwende, eventuell durch El Niño, hat sich das Wetter grundlegend geändert. Auch Leute, die viel Zeit in der Natur verbringen, Fischer und Bauern, können das Wetter nicht mehr vorhersagen. Als Faustregel gilt aber immer noch, dass sich nach Vollmond das Wetter ändert: Schönes Wetter vor dem Vollmond bringt Regen nach dem Vollmond und umgekehrt. An Voll-mondtagen regnet es meistens.
Früher wusste man genau, dass es an der Südwestküste im Mai und im Oktober viel Niederschlag geben würde. Nun ist das anders, tagelange Regenstürme sind auch in der Trockenzeit keine Ausnahme. Anfang Januar 2008 hat es beispielsweise in Bentota zwei Wochen ununterbrochen geregnet, es gab fast keine Sonnenstunden, im Jahr 2009 gab es vom Jahreswechsel bis zum Vollmond im Mai überhaupt keinen Regentag. Das Wasser wurde knapp, Brunnen trockneten aus. Der Januar 2010 war wunderschön, der im Jahr 2011 sehr regnerisch und kühl wie noch nie.
Tropenstürme legen das Land lahm, alles steht still. Nur die großen Überlandbusse bahnen sich ihren Weg durch die Gischt. Binnen kurzer Zeit steht alles knöcheltief unter Wasser, die Straße, das Farmland, die Gärten. Leute suchen Unterschlupf und nützen die Wartezeit zu einem Plausch.
Monsunregen, der über Tage dauert, ist vor allem in den Bergregionen ein Problem. Muren gehen ab und reißen Häuser, Bäume, Straßen, aber auch Menschen mit sich. Alle Jahre ist dadurch eine Vielzahl von Verletzten und sogar Toten zu beklagen.
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