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Sri Lanka - Tipps & Tricks für Ihren Urlaub

 

 

Ein paar Vorschläge für einen entspannten Urlaub auf Sri Lanka:

Seit 1990 besuche ich Sri Lanka und bei jedem Urlaub tappe ich wieder in ein Fettnäpfchen. Hier ein paar Tipps und Tricks, damit Ihnen das nicht passiert. Am Anfang gleich zwei singhalesische Wörter, die ich Ihnen unbedingt auf dem Weg geben will:

Ayubowan - das singhalesische Grußwort heißt übersetzt: ich wünsche ein langes Leben. Dabei faltet man die Hände vor der Brust und neigt den Kopf leicht. Grüßen Sie auf diese Art und Sie haben einen Platz im Herzen eines jeden Singhalesen.
Salli nä - heißt übersetzt: kein Geld. Der beste Satz gegen Bettler und ungebetene Verkäufer .

Einreisebestimmungen

Zur Einreise benötigen Sie einen Reisepass, der noch mind. 6 Monate gültig ist und seit dem 1.1.2012 ein Visum. Dieses können Sie unter http://www.eta.gov.lk beantragen. Bitte das Formular genau ausfüllen, bei Differenzen werden Sie bei Ankunft in Colombo nochmals zur Kasse gebeten, da Sie ein neues Visa beantragen müssen.

Ankunft am Flughafen in Colombo

Gleich nach der Ankunft auf Sri Lanka kommen Sie zur Zollkontrolle und bekommen da aufgrund Ihres ETA-Antrages oder Visa-Antrag vor Ort ein Visum für 30 Tage. Anschließend gibt es einen Duty-free-Shop - hier können Sie sich noch mit Süßigkeiten und alkoholischen Getränken eindecken (der Preis ist jedoch nicht wirklich günstiger als in Ihrem Urlaubsort).
Dann geht es schon weiter zum Gepäcksband; bitte um Vorsicht, dass Sie auch wirklich Ihren Koffer vom Band nehmen. Ein falscher Koffer bringt erhebliche Probleme mit sich (ich weiß es aus Erfahrung). Überall gibt es Kofferträger, die eigentlich nur 50 Rupien pro Gepäcksstück verlangen dürften, für übermüdete Ankömmlinge kann sich der Preis schon mal vervielfachen.
Sollten Sie eine Pauschalreise gebucht haben, wird man Sie am Ausgang vom Flughafen erwarten, auch bei einem Privattransfer wird Sie Ihr Fahrer hier in Empfang nehmen.

Geld - Geldwechseln

Die Währung in Sri Lanka nennt sich Rupie - es gibt Scheine zu 10, 20, 50, 100, 500, 1000, 2000 und 5000 Rupies und Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Rupies. Wechseln Sie gleich am Flughafen nach der Gepäcksausgabe etwas Geld und beachten Sie, dass auch 50 und 100-Rupie-Scheine dabei sind, damit Sie ev. Trinkgeld geben können.
Unterwegs gibt es viele autorisierte Geldwechsler (Juweliere, Geschäfte, etc.) bei denen Sie einen besseren Kurs als in der Bank bekommen - und das auch noch ohne langes Prozedere. Mit Maestro und Kreditkarten mit Pin können Sie auch bei Geldautomaten Bargeld beheben (zu einem relativ guten Kurs, für Österreicher ohne Spesen). Geldautomaten / Bankomat findet man unter der Aufschrift "ATM". Ab Dezember 2014 müssen Bankomatkarten für das Ausland freigeschalten werden. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Bank!
Es kommt leider laufend zu Kreditkarten-Betrügereien - seien Sie bitte vorsichtig!
Wechselkurse finden Sie im Internet hier.

Erste Bekanntschaften

Singhalesen sind sehr kommunikativ und werden Ihnen gleich sehr direkte und persönliche Fragen stellen: Woher kommen Sie? Sind Sie verheiratet? Haben Sie Kinder? Was arbeiten Sie? - Für uns als Europäer sehr ungewöhnlich - wenn Sie nicht antworten wollen, schenken Sie ein Lächeln. Meist werden solche Fragen in Touristenorten zur Geschäftsanbahnung genutzt.

Beach-Boys / Streetboys

Keinesfalls möchte ich diese Bevölkerungsgruppe von Sri Lanka diskriminieren. Aber leider kommt es immer wieder vor, dass Touristen so richtig abgezockt werden. Auf Sri Lanka gibt es - wie in so vielen anderen Ländern - ein Provisionssystem: Ihr Führer, oder auch nur jemand der Ihnen auf der Straße auflauert, bekommt bei einem Einkauf eine Provision. Da diese bis zu 50 % betragen kann, erhöht sich somit der Kaufpreis - bitte seien Sie vorsichtig, vor allem bei hochwertigen Einkäufen, wie z. B. Schmuck und Edelsteinen.
Es kommt nicht selten vor, dass man als Tourist im Speckgürtel zwischen Colombo und Galle auf eine harte Probe gestellt wird, da sich die Jungs gekonnt an die Ferse heften.

Einkaufen

Es gibt viele Souvenirs aus Sri Lanka. Da Edelsteine auf der Insel geschürft werden, wird sehr viel Schmuck angeboten - kaufen Sie unbedingt nur bei wirklich seriösen Händlern. Sehr schön sind Holzschnitzereien, Batiken und Klöppelspitzen. Vorsicht beim Maskenkauf, ältere Masken haben teilweise eine Vergangenheit, die Sie dann mit nach Hause nehmen. Denken Sie an das Provisionssystem und an ev. überhöhte Preise!

Einladungen

Es kommt häufig vor, dass Sie bei einer singhalesischen Familie zum Tee oder zum Essen eingeladen werden. Ziehen Sie bitte unbedingt vor der Türe die Schuhe aus und begrüßen Sie ältere Familienmitglieder zuerst. Als Gastgeschenk bringe ich meistens Kuchen und Früchte mit. Seien Sie nicht enttäuscht: Die Hausfrau kocht und serviert, isst jedoch wahrscheinlich nicht mit den Gästen.

Strom

Vorsicht bei empfindlichen Geräten - die Stromspannung auf Sri Lanka schwankt! Ansonsten brauchen Sie für Ihre Ladegeräte, etc. keinen Zwischenstecker. Steckdosen auf Sri Lanka haben einen Kippschalter, achten Sie beim Hantieren, dass der Kippschalter auf AUS - auf der weißen Position - steht. Wenn Sie Ihr Ladegerät anstecken möchten, stecken sie einfach einen Kugelschreiber in die obere Öffnung (Erdung) und dann können Sie in den unteren Öffnungen Ihren Stecker ganz normal anstecken. Wenn Sie mehrere elektrische Geräte mitnehmen, bringen Sie auch einen Verteilerstecker mit; ist erleichtert das Aufladen ungemein.

Unterkünfte (Hotels und Gästehäuser)

Laufend werde ich gefragt, ob ich ein bestimmtes Hotel empfehlen kann. Solche Fragen sind sehr schwer zu beantworten, denn so unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Ansprüche an ein Ferienhotel. Der Eine will es ruhig und abseits der Touristenströme; der Andere braucht Trubel, um sich so richtig wohl zu fühlen.

Essen

Essen ist den Singhalesen sehr wichtig, es wird dreimal pro Tag warm gegessen - und zwar fast immer Rice + Curry. Curry ist nicht die bei uns bekannte Gewürzmischung, sondern eine Fleisch- oder Gemüsesauce auf Kokosmilch-Basis. Achtung: für unserem Gaumen sehr scharf! Verwenden Sie zur Milderung Kokosflocken, die Ihnen auf Anfrage immer gereicht werden. Man isst mit der rechten Hand, indem man mit den Fingern aus den Speisen eine kleine Kugel formt und diese mit dem Daumen in den Mund befördert - versuchen Sie es doch einmal, es schmeckt unvergleichlich besser.
Abends wird auch oft in den Garküchen an der Straße Eggrotti oder Kottu gemacht - unbedingt probieren. Sollte es Ihnen wirklich nicht schmecken, hat es wenigstens nicht viel gekostet.

Trinken

Auf Sri Lanka gibt es gute Biere - zB Lions Lager und exotische Weine aus div. Früchten, wie zum Beispiel Ananas. Männer trinken unterwegs Toddy (angegärter Saft der Blüte der Kokospalme), ein milchiges - für mich unangenehm riechendes - Getränk. Arrak ist das Nationalgetränk, ein Destillat aus dem Saft der Palmblüte. Wenn Sie auf Tour sind, trinken Sie am besten Thambili (singhalesisches Wort für orange), den Saft der Königskokosnuss. Ist der beste Durstlöscher und hilft meiner Erfahrung nach auch bei Magenproblemen und Kopfweh!
Wasser bitte unbedingt nur aus originalverschlossenen Flaschen trinken.

Wie teuer ist Sri Lanka?

Sri Lanka ist billig oder teuer - je nachdem wie Sie Ihren Urlaub gestalten: Sie können an der Straße um etwa einen Euro zu Mittag essen, es gibt jedoch auch internationale Restaurants mit internationalen Preisen. Das Gleiche gilt für die Hotels: Sie können in einem Gästehaus außerhalb der Touristenzone zum Preis von 800 Rupies pro Nacht für zwei Personen absteigen; die Preisgestaltung der Luxushotels ist nach oben offen - erst recht zur Hauptsaison.
Was allerdings sehr teuer ist, sind die Eintrittspreise zu den beworbenen Sehenswürdigkeiten für uns Ausländer (Touristen). Mein Tipp: Besuchen Sie Sehenswürdigkeiten, die im Reiseführer unter "Weiteres" beschrieben sind. Sind meist genau so schön und das Eintrittsgeld kostet einen Bruchteil (z. B. Buduruwagala oder Maligavilla).

Telefonieren

Erst mal: Mobile Daten ausschalten! Die Tarife, die verrechneten werden sind - gelinde gesagt - eine Frechheit.
Wenn Sie vorhaben, mehr zu telefonieren oder im Internet zu surfen, empfehle ich Ihnen den Kauf einer SIM-Karte des Mobilanbieters Dialog, die ca. 150 Rupies kostet (direkt im Dialog-Geschäft). Dazu gibt es dann "reload" oder "prepaid"-Karten (Kitcard) um 400 und 1000 Rupies; um 1000 Rupies können Sie nach 22 Uhr in etwa 25 min nach Europa telefonieren.
Achtung: Sie benötigen ein Handy, das nicht an einen Anbieter gebunden ist.
Viele Hotels bieten mittlerweile auch kostenfreies W-Lan an, bitte informieren Sie sich entsprechend im voraus.

Verkehr

Die Engländer hinterließen Sri Lanka den Linksverkehr und der Verkehrsstil der Ceylonesen ist "asiatisch", d. h. man fährt immer, wenn gerade irgendwo ein paar Zentimeter Platz ist. Für kurze Strecken empfehle ich Ihnen ein Tuck-Tuck (dreirädriges Fahrzeug), verhandeln Sie mit dem Fahrer unbedingt vorweg den Preis. In Colombo gibt es mittlerweile Tuck-Tucks mit Taxameter, was für uns Weißnasen sehr praktisch ist.
Für längere Strecken verwende ich Intercity-Busse, man reist relativ bequem (mit Klimaanlage und Sitzplatz) und die Fahrtkosten sind sehr günstig. Allerdings ungeeignet, wenn man Gepäck dabei hat.
Zugfahren ist auf Sri Lanka ein Erlebnis und unbedingt empfehlenswert, wenn man genügend Zeit mitbringt. Vor allem die Strecken im Hochland bieten atemberaubende Ausblicke.
Von Mietautos ist abzuraten - erstens aufgrund der chaotischen Verkehrsverhältnisse und zweitens ist ein Taxi mit Fahrer meist im Preis gleich, als die Raten der internationalen Autovermieter. Bedenken Sie, dass Sie bei einen ev. Unfall immer der Schuldige sind - wären Sie nicht ins Land gekommen, hätte es keine Unfall gegeben. Thats it!

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist für ein 3.-Welt-Land relativ gut. Mit dem New Philip-Hospital in Kalutera habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht; meine Auslagen wurden von der gesetzlichen Krankenkasse und von der Kreditkarten-Versicherung vergütet.
Schützen Sie sich vor Moskitostichen (Moskitospirale, Netz), denn das Gift diese Stiche kann Malaria und Dengue-Fieber verursachen. Ein GinTonic zum Sonnenuntergang schützt meiner Meinung nach auch vor Moskitos. Ansonsten verwenden Sie bitte einen guten Mückenschutz, mit Mosiguard (erhältlich in jedem Supermarkt Sri Lankas) habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Schmerzhaft sind Bisse der Sandfliegen; versuchen Sie diese Bisse zu ignorieren und kratzen sie nicht, sonst entzünden sich diese und hinterlassen Narben. Wenn Sie keine Ananas essen, werden Sie von den Sandfliegen wahrscheinlich nicht gebissen (Insidertipp)! Nach Stichen und Bissen tragen Sie am besten "Siddhalepa" auf, eine Art Tigerbalsam der "für und gegen Alles" in Sri Lanka hilft.


Zum Abschluss

Dies hier sind meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke, wahrscheinlich sehe ich so manches durch die rosa-rote Brille. Vergessen Sie nicht, dass Sie Gast auf dieser Insel sind und versuchen Sie, Land und Leute zu verstehen. In Sri Lanka haben die Leute eine andere Lebenseinstellung und Wertauffassung - nehmen Sie die Menschen wie sie sind!


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